Erfolgreich gegen Datenschutzrisiken bei Automatisierung vorgehen
Schützen Sie noch heute Ihr Unternehmen effektiv vor Datenschutzrisiken bei Automatisierung.
Datenschutzrisiken bei Automatisierung: Ein Überblick
Datenschutzrisiken bei Automatisierung sind ein zentrales Thema für Ihr Unternehmen, besonders wenn Sie vermehrt auf KI-gestützte Prozesse setzen. Sobald große Mengen personenbezogener Daten automatisiert verarbeitet werden, entstehen hohe Anforderungen an den Schutz dieser Informationen. Im Personalwesen, im Kundenservice oder bei Analysen – überall gilt es, datenschutzrechtliche Vorgaben einzuhalten und mögliche Verstöße zu vermeiden.
Wieso ist das Thema so relevant?
Die fortschreitende Digitalisierung und die steigende Nutzung von KI in kleinen und mittleren Unternehmen führen dazu, dass Sie immer mehr sensible Daten automatisiert erfassen und verarbeiten. Laut Dr. Datenschutz werden bereits 42 Prozent der EU-Beschäftigten durch algorithmische Systeme gesteuert, was den Schutz personenbezogener Daten deutlich erschwert. Zugleich sorgt die breite Verfügbarkeit von Cloud-Anwendungen, IoT und intelligenter Software für zusätzliche Angriffsflächen. Wenn Sie Datenschutzlücken nicht rechtzeitig schließen, riskieren Sie Bußgelder und einen erheblichen Vertrauensverlust bei Kunden und Mitarbeitern.
Wichtige Rechtsgrundlagen
DSGVO und BDSG
Zentral für Ihre Automatisierungsprozesse sind die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). Beide legen fest, wann und wie lange personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen. Artikel 22 DSGVO schreibt vor, dass weitreichende Entscheidungen über einzelne Personen nicht ausschließlich durch automatisierte Prozesse getroffen werden dürfen. Laut Gesetze-im-Internet enthalten §37 BDSG und §67 BDSG zusätzliche Regelungen zu automatisierten Entscheidungen und Datenschutz-Folgenabschätzungen. Nutzen Sie unbedingt Ihre Möglichkeit zur Datenschutz-Grundverordnung Compliance, um Prozesse sauber umzusetzen.
Ausblick: Europäischer AI Act
Zusätzlich rückt der geplante europäische AI Act in den Fokus. Dieser sieht strengere Vorgaben für Systeme vor, die KI zur Entscheidungsfindung einsetzen. Das Ziel: mehr Transparenz und klare Zuständigkeiten. Gerade für den Bereich HR, in dem Systeme Mitarbeiter bewerten oder einstellen, wird es deutliche Anforderungen geben. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, Ihre Datenschutzrichtlinien im Unternehmen künftig noch genauer zu prüfen und auf mögliche regulatorische Änderungen einzugehen.
Typische Risikofelder in HR & KI
Automatisierte Personalentscheidungen
Automatisierte Bewerberauswahl oder KI-basierte Leistungsmessung können zwar Zeit und Ressourcen schonen, doch hier sind bereits wenige Fehler mitunter äußerst gravierend. Diskriminierende Algorithmen oder eine intransparente Entscheidungsfindung verstoßen schnell gegen die DSGVO. Besonders im Personalwesen sollten Sie auf Datenschutz im Personalwesen achten, um personenbezogene Daten sensibel zu verarbeiten und Rechtssicherheit zu bewahren.

Algorithmische Mitarbeiterüberwachung
KI-Systeme, die Arbeitszeiten, Produktivität und Kommunikationsverhalten rund um die Uhr erfassen, bergen erhebliche Risiken. Laut Proliance.ai ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) unverzichtbar, wenn hohe Risiken entstehen. Als Arbeitgeber sollten Sie nicht allein auf vollautomatisierte Prozesse setzen. Gewähren Sie stets einen menschlichen Kontrollinstanzvorbehalt, um Datenschutzverstöße zu vermeiden und Ihre DSGVO-konforme HR Automatisierung zu sichern.
Erfahren Sie, wie Sie Datenschutzrisiken im Zuge der Automatisierung frühzeitig erkennen und mit klaren Strategien effektiv minimieren.
Strategien zur Minimierung von Datenschutzrisiken
Privacy by Design
Bei der Einführung neuer KI-Systeme empfehlen viele Experten, inklusive der Datenschutzberater bei OneTrust, ein Privacy-by-Design-Konzept. Das heißt, Sie berücksichtigen bereits in der Planungsphase die Anonymisierung oder Minimierung personenbezogener Daten. Mit standardmäßig aktivierten Datenschutzeinstellungen („Privacy by Default“) sparen Sie sich später aufwendige Umstellungen.
Datenminimierung und Verschlüsselung
Eine einfache, aber effektive Maßnahme gegen Datenschutzrisiken bei Automatisierung: Verarbeiten Sie nur unbedingt notwendige Daten, und verschlüsseln Sie sie sowohl bei Übertragung als auch bei der Speicherung. So reduzieren Sie die Gefahr, bei einem Cyberangriff alle sensiblen Informationen offenzulegen. Für HR-spezifische Daten kann das bedeuten, dass Sie anstelle ganzer Bewerberprofile nur anonymisierte Skills und Erfahrungswerte speichern. Prüfen Sie zudem Ihre automatisierten Complianceprüfungen in regelmäßigen Abständen.
Kontinuierliche Schulungen
Sie wollen Datenschutzverletzungen verhindern? Dann sollten Sie Ihr Team regelmäßig auf den aktuellsten Stand bringen:
- Organisieren Sie Workshops zu DSGVO und BDSG.
- Sensibilisieren Sie Mitarbeiter für Phishing- und Cyberangriffe.
- Üben Sie, wie KI-Systeme datenschutzkonform eingesetzt werden.
Wenn Sie darüber hinaus noch spezifischere Themen bearbeiten wollen, hilft die Einbindung eines externen Datenschutzbeauftragten oder der Aufbau interner Experten, die eng mit Ihrem Compliance-Management-System kooperieren.
Fazit: Ihr Weg zu einer sicheren Automatisierung
Die steigende Bedeutung von KI erfordert es, dass Sie Datenschutzrisiken konsequent managen, bevor Sie Ihre Automatisierungslösungen großflächig einsetzen. Achten Sie von Anfang an auf klare Prozesse, Prüfschritte und menschliche Kontrollinstanzen. Setzen Sie auf Datensparsamkeit, Verschlüsselung und ein durchdachtes Schulungskonzept. Bleiben Sie außerdem wachsam für neue gesetzliche Vorgaben, wie sie im europäischen AI Act geplant sind. So schaffen Sie eine moderne, datenschutzfreundliche Struktur, in der Ihre Automatisierung effizient, aber gleichzeitig sicher abläuft.
Matthias Mut
Experte in KI und Automatisierung bei der
Falktron GmbH.
Spaß an Entwicklung, Fortschritt & Rapid Prototyping.